Dezember 16, 2007 at 03:42 · Filed under Befindlichkeiten
Nicht nur daran, daß man Ficken nicht kennt, sondern auch daran, daß man nach 4 Stunden Perkins Park total entkräftet ist und seine (jüngeren) Freunde bitten muß, einen nach Hause zu bringen. So geschehen um 03 Uhr 19. Ich kapituliere und gehe schlafen. Nacht.
Dezember 6, 2007 at 14:41 · Filed under Schweiz
(Nein, nicht bei McDonalds)
Letztes Wochenende waren die Brüder einer Freundin aus Freiburg (Schweiz) zu Besuch. Beim – natürlich schwäbischen – Abendessen habe ich nebenher noch ein paar neue freiburgerische Begriffe gelernt, wie zum Beispiel “Häpere” und “Prägel”. Zusammen gesprochen klingt’s wie “Häperobrägo” und heißt dann wohl soviel wie Rösti. Tröstlich, daß die Jungs auch gut hochdeutsch sprechen und französisch sowieso (wenn man schon im sprachlich zweigeteilten Fribourg lebt).
Dieses Wochenende fahre ich dann nach Zürich, vielleicht mit einem kurzen Abstecher nach Basel. Mein Freund war in beiden Städten noch nicht und ich darf Fremdenführer spielen – und das obwohl ich quasi selbst fremd bin. Schweiz ist eben nicht gleich Schweiz. Zwei Wochen später, an Weihnachten, geht es auch schon wieder in die Romandie und danach bleibe ich wohl erst mal eine Weile in Stuttgart
Dezember 1, 2007 at 08:33 · Filed under Fundstücke
Kaum daß ich gestern früh Davids Blogeintrag zu den hohen Abschreibungen der LBBW kommentiert und mich anschließend pflichtbewußt auf den Weg zur Arbeit gemacht habe, mußte ich mit Entsetzen feststellen, daß sich die 800 Mille bereits an unserem “Prunkstück” am Hauptbahnhof in Stuttgart bemerkbar machen:

Da die Stromrechnung nicht mehr vollständig bezahlt werden konnte, entschied man sich für eine reduzierte Beleuchtung der Buchstaben im Firmennamen. Dieser war – ähnlich wie meiner – ohnehin zu lang.

Die Wartung der Rampe/Brücke/whatever wurde kurzerhand zu teuer. Was wohl die Sparda-Banker von nebenan dazu sagen?
Na ja, Hauptsache sie nehmen mir nicht meinen Computer und die Bildschirme weg, sonst kann ich keine dubiosen Wertpapiergeschäfte mehr tätigen.
November 27, 2007 at 21:46 · Filed under Befindlichkeiten
Wäre heute Montag, wäre die Welt in Ordnung. Ich würde bedingungslos akzeptieren, daß der Tage scheiße war und nichts klappte. Ich würde mich ohne Murren in’s stille Kämmerlein verziehen und salzige Montagstränen vergießen, denn ich wüßte es ist Montag und morgen wird alles besser. Leider ist heute Dienstag und die Welt hat sich gegen mich verschworen: Der Bäcker, der Postbote, die Deutsche Rentenversicherung, die neue Jeans, mein DVD-Player, mein Konto und – und das wiegt schwer – mein Macbook.
Um nicht auch noch den Hausrat gegen mich aufzubringen, liege ich nun regungslos auf meinem Sofa. Mal sehen wie ich den restlichen Tag noch rumbringe.
November 25, 2007 at 13:44 · Filed under Fundstücke
Alex war so liebenswürdig und hat mir ein Napster-Monatsabo angedeihen lassen, das ich nach einigen Widrigkeiten (läuft nur unter Windows, bringt dauernd Skriptfehler im IE, man kann aber nur selbigen verwenden et cetera et cetera perge perge) nun mal ausprobieren konnte. Habe mir als erstes ein Eels-Album, dann ein paar Jamiroquai-Song-Remixe, etwas Tegan & Sara, Sigur Ros und dann noch einige Nirvana-Schönheiten runtergeladen. Macht Spaß, geht schnell aber DRM nervt natürlich gewaltig (es wäre unethisch den Schutz zu umgehen, gell?)
Auf jeden Fall werde ich jetzt noch etwas nach The Birthday Massacre und anderen adorable trash bands Ausschau halten und ehe ich mich versehe, ist der Monat dann ohnehin rum.
Danke, Alex, ich werde mich bei Gelegenheit revanchieren.
November 23, 2007 at 13:31 · Filed under Zu Tisch
Nein, keine Aufforderung. Ich habe vor einigen Tagen mal wieder ziemlich entsetzt feststellen müssen, daß ich langsam alt werde, zu wenig auf Partys gehe oder beides. Zumindest kannte ich Ficken nicht. Und das obwohl Ficken populär zu sein scheint.

Bildchen zum Selberspiegeln
Das 20-ml Fläschchen habe ich ja noch gerne leer getrunken (thanks, M., for introducing) aber eine gemeinsame Zukunft kann ich mir mit Ficken nicht vorstellen – zu kirschig, zu süß, zu jung-und-willig und natürlich ist der Name auch einfach nur dumm
November 18, 2007 at 18:09 · Filed under Menschen
Ich gehe gerne und oft ins Theater, vornehmlich ins Staatstheater. Unter der Woche meist, ab und an auch am Wochenende. Sowohl als auch ist dort nie wahnsinnig viel los, wenn man nicht gerade an Premieretagen kommt. Die Stuttgarter sind nicht sehr euphorisch wenn’s ums Theater geht, zumindest sieht es danach aus, wenn nur die Hälfte der Plätze und davon wenige in den vorderen Reihen belegt sind. Gestern allerdings, gestern war alles anders. Denn gestern gab’s Harald Schmidt im Schauspielhaus. Schon von weitem sah ich dichtes Gedränge durch die Glasscheiben des Theaters und im Foyer wurden unter Angabe fadenscheiniger Gründe Karten an Suchende vertickt. Volles Haus. Elvis lebt. Und Schmidt kann es beweisen. stand auf dem Plan.
“Wir befinden uns im Jahre 1977 n. Chr. Die ganze Bundesrepublik ist von RAF-Schlagzeilen besetzt… Die ganze Republik? Nein! Eine von unbeugsamen Theatermachern bevölkerte Spielstätte hört nicht auf, Widerstand zu leisten. Und das Leben ist herrlich leicht für dieses Ensemble, das als Band in den befestigten Lagern des Staatstheaters Stuttgart einen ELVIS-Liederabend spielt. Harald Schmidt war dabei – als Fan. Jetzt erinnert Schmidt gemeinsam mit unserem Ensemble an sein Stuttgart im Jahre 1977, wo man sich gut und gern auch ohne Debatten unterhielt.” Quelle: Staatstheater Stuttgart.
Ein kurzweiliger Abend, nicht zuletzt da die Aufführung auch tatsächlich nur knapp über eine Stunde ging. Schmidt gewohnt zynisch, das Publikum selbst bei mäßigen Witzen gnädig und der Jubel bei regionalen Anekdoten groß. Besonders amüsiert hat mich die schwyzerdütsche Einlage eines Ensemblemitglieds und eine Hitler-Baader-Szene, die keiner näheren Erläuterung bedarf. Schmidt schloß mit den Worten: “Die RAF hat zwar viel Böses getan, aber sie hat nicht versucht den Stuttgarter Hauptbahnhof unter die Erde zu bringen.” Na dann!
Schmidt & Ensemble gibt’s noch drei mal zu sehen. Am 08., 14. und 21. Dezember um jeweils 20:00 Uhr. Die Karten kosten zwischen 8 und 21 Euro (Schüler und Studenten bekommen an der Abendkasse meist noch super Plätze für 7 Euro)
November 9, 2007 at 13:30 · Filed under Menschen
Heute war ich zum Mittagessen in der Stadt verabredet. Auf dem Nachhauseweg machte ich einen kleinen Schlenker über die Schulstraße, um dem T-Mobile-Shop einen Besuch abzustatten. Im Laden herrschte gähnende Leere. Da half es auch nichts, daß die Empfangsmademoiselle Äpfel (raffiniert, gell?) verschenkte. Im “iPhone-Eck” konnte man sich dann auch zwei (nicht einmal voll funktionsfähigen) Testgeräte ansehen.
Verkäufer (leider mit etwas Mundgeruch): “Kann ich Ihnen helfen?”
Ich: “Ich sehe mir das iPhone an. Aber da funktioniert ja die Hälfte gar nicht…”
Verkäufer: “Na ja, das sind eben Testgeräte, da hat man das Internet z.B. abgeschaltet.”
Ich: “Testgeräte, die man nicht testen kann?”
Verkäufer: “Na, schon, nicht alles halt. Wissen Sie, sonst würde hier doch jeder rumsurfen, stundenlang, das geht nicht.”
Ich: “Verstehe.”
Ich wollte keinen Streit, aber ich fragte mich in diesem Moment natürlich schon, wer von den nicht vorhandenen Interessenten “stundenlang” im Internet rumsurfen würde…
Verkäufer: “Kennen Sie schon unsere neuen Tarife?”
Ich: “Ja, danke. Aber sagen Sie mal, viel ist hier ja auch nicht los, hm?”
Pause.
Verkäufer: “Ähm… ehrlich gesagt, ich hatte mir auch mehr erwartet. Aber in Köln zum Beispiel gingen in der Zeit von 00:01 bis 01:00 300 Geräte über den Tisch! Da gab’s richtige Schlangen… so ähnlich wie in den USA!”
Ich: “Na ja, in Stuttgart ist man eben etwas reserviert.”
Verkäufer (seufzend): “Schwaben halt.”
Und damit war eigentlich alles gesagt.
November 6, 2007 at 09:16 · Filed under Menschen
Als erstes sah ich ihren Mund. Ihr sehr kleiner, sehr roter Mund formulierte etwas, das ich nicht hören konnte. Sie stand ziemlich nahe vor mir, ein bisschen zu nah. Ich schaltete den iPod aus und schaute sie an. Sie lächelte, blinzelte mit den Augen, aber verlegen war sie nicht. Oder doch? Vielleicht beides, verlegen und dennoch selbstbewußt. Sie fragte: Wie komme ich denn jetzt zum Hauptbahnhof? und als ich nicht sofort reagierte: Ich bin erst am Samstag hergezogen. Das sollte sie noch öfter sagen, dieses ich-bin-erst-am-Samstag-hergezogen. Ich holte hörbar Luft und schenkte ihr erst mal ein Lächeln. Zeit schinden. Mit der U6, 2 Zonen, sagte ich dann langsam.
Sie wiederholte den erst-herzgezogen-Satz. Ein, zwei Sekunden sah sie mich fragend an. Ihre Mundwinkel zuckten, als wolle sie noch etwas sagen, aber sie tat es nicht. Also machte ich eine Geste zum Fahrkartenautomat. Die Anzeigetafel zeigte U6 – 2 Minuten. Sie rührte sich nicht. Ich wurde etwas unruhig. Die Bahn kommt in zwei Minuten, es wäre also besser… ich brach den Satz ab, ging rüber zum Fahrkartenautomat und tippte 0-0-2. Sie kam dazu, murmelte etwas von “sehr verwirrend” und bedankte sich. Bitte, sagte ich und ließ Jay Kay weitersingen. 1 Minute.
Ich spähte nach meiner Sopranistin, von der ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wußte, daß sie eine war. Sie schien Schwierigkeiten zu haben, denn sie ging eine Spur zu hektisch am Aushangfahrplan auf und ab. Ich machte den iPod wieder aus. Sorry, Jay. Alles klar?, rief ich ihr zu. Ja, ja doch, sagte sie, doch ihr Mund schien das anders zu sehen. Unzufrieden schob sich ihre Unterlippe ein kleinwenig nach vorne. Ich sah mir ihre Augen an, braun-grün. Ihre Haare, mittellang, haselnußfarben, fahrig zu einem Zopf gebunden.
Die Bahn kam, ich stieg ein und setzte mich. Es schien unendlich viele freie Plätze in der U-Bahn zu geben. Wenn sie sich zu mir setzen wollte, hatte sie gute Karten.
Sie wollte.
Aber ihr kleiner roter Mund sagte nichts. Etwas betrübt sah ich zum Fenster hinaus. Dann holte sie ein Gesangbuch aus ihrer Tasche. Mozart. Ich sah sie an, sie mich, sie lächelte. Sie sagte: “Ich studiere an der Opernschule und bin erst am Samstag von Mannheim hierher gezogen. Das ist alles noch etwas verwirrend.” Ich nickte, möglichst verständnisvoll, und wir kamen ins Gespräch. Sie war redselig. Sie sei Sopranistin, sie sei vorher jeden Tag eine Stunde pro Strecke unterwegs gewesen, Mannheim – Stuttgart, das sei zuviel, deshalb sei sie hergezogen, man verdiene nicht so viel, als Opernsänger, aber sie liebe diesen Beruf, sie habe einen Freund in den USA, er käme bald für acht Monate hierher, sie sehe der Zukunft gelassen entgegen. Irgendwann fragte sie, was ich denn so mache, beruflich und sonst so, ich wisse schon. Schick, entgegnete sie, als ich ihr in zwei knappen Sätzen sagte, was ich tat. Schick? Sagte man das so in Mannheim?
Wir hielten am Hauptbahnhof und meine Sopranistin stand auf. Alles Gute, sagte ich etwas wehmütig und sie sagte etwas, das ich nicht verstand. Sie lächelte. Und dann war sie weg.
November 3, 2007 at 08:27 · Filed under Schweiz

Toblerone, Bircher Müsli, Zweifel Chips, eine nach Wunsch gemischte Käsefondue aus der Fromagerie in Vevey und Rivella. Fairerweise sollte ich hinzufügen, daß die Fondue den Weg in meinen Magen bereits gefunden hat und ich das wichtigste, das Aromat, leider nicht photographiert habe. Aber natürlich hat der Hersteller mitgedacht und ein Bildchen des Streugewürzes auf seiner Seite platziert. Ich verwende Aromat übrigens ausschließlich auf Pommes. Alles andere ist bäh. Da hilft es auch nicht, daß Wikipedia behauptet: Aromat ist die Markenbezeichnung eines Gewürzes, das in der Schweiz äußerst beliebt und fest in der Alltagskultur verankert ist.
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