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	<title> &#187; Savoir faire</title>
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		<title>VerZWEIFELt</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Oct 2008 06:42:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zuckerbaeckerin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Savoir faire]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich kann Zweifel-Wortspiele nicht besonders leiden. Deshalb ist der Titel auch nur ungewollt eins. Denn ich war es wirklich.
Jeder Mensch besteht mehr oder minder aus kleineren und größeren Spleens und Süchten und einer meiner Ticks lässt sich sicherlich bei meiner Affinität zu Zweifel Paprika-Chips vermuten. Da Chips im allgemeinen und Zweifel-Chips im Besonderen sich weder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich kann Zweifel-Wortspiele nicht besonders leiden. Deshalb ist der Titel auch nur ungewollt eins. Denn ich war es wirklich.</p>
<p>Jeder Mensch besteht mehr oder minder aus kleineren und größeren Spleens und Süchten und einer meiner Ticks lässt sich sicherlich bei meiner Affinität zu Zweifel Paprika-Chips vermuten. Da Chips im allgemeinen und Zweifel-Chips im Besonderen sich weder preislich- noch nährwerttechnisch als tägliches Zubrot eignen, handle ich den Verzehr einer Tüte Zweifel-Chips als eine Art Fest ab.</p>
<p>Ungefähr zwei bis dreimal im Monat küre ich einen Tag zum Zweifel-Tag und begebe mich zum Supermarkt meines Vertrauens, um eine Tüte zu erwerben. Ich bin immer ganz dankbar (auch wenn das vordergründig anders aussehen mag), wenn sie die 90g Packungen da haben, dann habe ich im Anschluß wenigstens kein Bauchweh, weil ich in meinem Wahn die ganze 175g-Packung komplett aufgefuttert habe. Zweifel-Chips sind Suchtmacher, n&#8217;est-ce pas?</p>
<p>Es war also so ein Tag. Ich wachte mit einer leisen Ahnung von Zweifel-Chips auf. Der Gedanke verfestigte sich im Laufe des Tages und zu fortgeschrittener Stunde war ich schon festen Willens. Ich verzichtete am Nachmittag auf mein Eis und brachte stattdessen meinem gutherzigen Mechaniker 3 Kugeln mit, der mir im Gegenzug meine zu Bums gefahrene Kennzeichenhalterung wieder befestigte. Während er da so vor meinem Auto lag und am Kennzeichen rumfummelte, lehnte ich am Heck, beobachtete ihn wohlwollend und dachte über Zweifel-Chips nach.</p>
<p>Gegen Abend machte ich mich dann auf dem Weg in den Supermarkt. Jetzt bloß rein da, Chips holen und raus. Geiselbefreiung. Ich bog nach dem 3. Mittelgang rechts ab und mein Blick streifte gleich das Chips-Regal. Links unten waren sie beheimatet.</p>
<p>Eigentlich.</p>
<p>Ich schluckte leer &#8211; und dann spürte ich ihn kommen. Herr Unmut schlich sich an. Ganz vorsichtig. Als er sich seiner Beute sicher war, sprintete er los und krallte sich mit einem beherzten Sprung in sein Opfer: mich. Rien ne va plus.</p>
<p>Ich verließ ich den Laden und ging einige hundert Meter weiter in den nächsten Supermarkt. Aber nichts. Chio, Pringels und wie sie alle hießen. ZWEIFEL, verdammt! Also ging ich noch mal zurück. An der Kasse saß ein Kassierer, der mir schon öfter aus diversen Nahrungsmittelpatschen geholfen hatte. &#8220;Entschuldigung&#8221;, sagte ich und verzog einigermaßen weinerlich das Gesicht. &#8220;Welche ihrer Filialen in Stuttgart führt denn noch Zweifel-Chips?&#8221; &#8211; &#8220;Wieso? Sind keine mehr da?&#8221;. Ich senkte den Blick, schnappte hörbar nach Luft und stieß dann aus: &#8220;Nein! &#8211; Und ich brauche doch so dringend welche. Die Original. Mit Paprika. Wenn ich das gewußt hätte!&#8221; Pause. &#8220;Wenn ich das gewußt hätte, ich hätte sie auf Vorrat gekauft.&#8221; Meine Mundwinkel gaben ein Trauerspiel ab. Er sah betroffen aus. &#8220;Wir haben ab morgen eine Aktion&#8221;, sagte er zögerlich. &#8220;Die Ware ist im Lager, aber ich weiß nicht, ob&#8230; ach, folgen sie mir mal.&#8221; Er bediente noch eine Kundin, schloß die Kasse und rief seinem Kollegen ein &#8220;Bin mal kurz hinten!&#8221; zu. Ich nickte artig und folgte. Er murmelte etwas vor sich hin und bedeute mir dann zu warten. Als er wieder kam sprach sein Gesicht Bände und überflüssigerweise fügte er hinzu: &#8220;Die Chips sind schon da, aber die Ware ist noch nicht registriert. Ich darf sie nicht verkaufen.&#8221; Ich machte große Augen. Stille. Er schaubte und verschwand abermals. Als er zurückkam, trug er 10 Minitüten Original Paprika-Chips auf dem Arm. &#8220;Gratismuster&#8221; sagte er tonlos. Dann ein lächeln. &#8220;Ohhh&#8221; seufzte ich möglichst dankbar. Er stopfte mir die Tüten in eine Tragetasche und überreichte sie mir mit gespielter Feierlichkeit. &#8220;Schönen Abend, das Fräulein!&#8221;. Ich dankte, versprach hastig für immer treuer Stammkunde zu bleiben und rauschte aus dem Laden.</p>
<p>Vor dem Eingang öffnete ich eine der kleinen Tüten und nahm zwei Chips heraus. Sie schmeckten wunderbar. Wie immer.</p>
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		<title>Falsch verbunden</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Jan 2008 16:11:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zuckerbaeckerin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Savoir faire]]></category>

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		<description><![CDATA[Eben rief ich bei der Deutschen Rentenversicherung Bund an. Nach fünf Minuten in der Warteschleife hatte ich keine Lust mehr und habe aufgelegt. Eine viertel Stunde später drückte ich die Wahlwiederholungstaste an meinem Telephon und bekam &#8211; oh Wunder &#8211; direkt einen Mitarbeiter dran. Dachte ich zumindest.
Er: Blablanuschelnuschel &#8211; was kann ich für Sie tun?
Ich: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eben rief ich bei der Deutschen Rentenversicherung Bund an. Nach fünf Minuten in der Warteschleife hatte ich keine Lust mehr und habe aufgelegt. Eine viertel Stunde später drückte ich die <span class="Apple-style-span" style="font-weight: bold">Wahlwiederholungstaste</span> an meinem Telephon und bekam &#8211; oh Wunder &#8211; direkt einen Mitarbeiter dran. Dachte ich zumindest.<br />
<br class="webkit-block-placeholder" />Er: Blablanuschelnuschel &#8211; was kann ich für Sie tun?<br />
Ich: Ich wüßte gerne den Bearbeitungsstand meines Antrags Kennzeichen blablabla<br />
Er: Hä, was für ein Antrag? Moment bitte!<br />
<em>- legt den Hörer beiseite, lautes Geraschel, Stimmen &#8211; </em><br />
Er: So, jetzt. Was wollen Sie?<br />
Ich: Ich wüßte gerne den Bearbeitungsstand me&#8230;<br />
Er: Was für ein Ding??<br />
Ich: Ich mache eine Reha und&#8230;<br />
Er: Was für eine Reha bitte??<br />
Ich: Na, eine medizinische Rehabilitation??<br />
Er: Ähm, wen wollten Sie eigentlich sprechen?<br />
Ich: Die Deutsche Rentenversicherung Bund?<br />
Er: Sie sind beim Avanti Pizzaservice.<br />
Ich: Oh.<br />
Er: Ich glaube ich kann Ihnen nicht helfen.<br />
Ich: Ich fürchte auch. Schönen Abend noch.<br />
Er: Tschüs</p>
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		<title>Dieb wider Willen</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Oct 2007 09:51:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zuckerbaeckerin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Savoir faire]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Mittwoch habe ich etwas geklaut.
Vorgestern Abend, kurz vor 20:00 Uhr nötigte mir eine Freundin noch einen Besuch in einem Laden ab, dessen Namen ich an dieser Stelle lieber nicht erwähne. Wir schlenderten so durch die Reihen, ich plapperte ein wenig belangloses Zeug, immer die Uhr im Auge behaltend, die unserem Besuch in diesem Ramschladen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Mittwoch habe ich etwas geklaut.</p>
<p>Vorgestern Abend, kurz vor 20:00 Uhr nötigte mir eine Freundin noch einen Besuch in einem Laden ab, dessen Namen ich an dieser Stelle lieber nicht erwähne. Wir schlenderten so durch die Reihen, ich plapperte ein wenig belangloses Zeug, immer die Uhr im Auge behaltend, die unserem Besuch in diesem Ramschladen sehr bald ein jähes Ende bereiten würde.</p>
<p>Meine Freundin wühlte sich derweil durch einen Stand mit Weihnachtsdeko (Oh Gott, WEIHNACHTSDEKO?!), ging dann über zu einem Korb voller Haarreife, drückte mir ein besonders geschmackloses Exemplar in die Hand und sagte &#8220;Zieh mal auf!&#8221;. Ich, gute Miene zum bösen Spiel machend, setzte den Haarreif auf. Ein ironisches &#8220;Oh, das sieht ja süß aus!&#8221; später wandte sie sich wieder der W***deko und ich mich dem Zeiger meiner Uhr zu. Sie fand was sie wollte, zahlte, und wir verließen das Geschäft.</p>
<p>Fünf Minuten später &#8211; wir waren über alle Berge &#8211; griff ich mir in&#8217;s Haar, um mir den Pony aus dem Gesicht zu streichen (to do: zum Friseur gehen), als ich bemerkte, daß ich den Haarreif noch trug. Ups.</p>
<p><img src="http://www.zuckerbaeckerin.ch/wp-content/uploads/2007/10/haarreif.jpg" alt="Haarreif - Corpus Delicti" /><br />
<em><span style="text-decoration: line-through;">Der</span> Das &#8220;wunderschöne&#8221; Corpus Delicti</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Gestern bei Lidl</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Sep 2007 08:23:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zuckerbaeckerin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Savoir faire]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich werde beim Duden-Verlag anregen müssen, daß man meinen Namen als Antonym zu dem Wort &#8220;clever&#8221; in&#8217;s Lexikon aufnimmt.
Den ganzen morgen habe ich es vor mir hergeschoben: einkaufen gehen. Als ich mich um kurz nach 13 Uhr (3 Stunden später als geplant) dann endlich dazu aufraffen konnte packte ich missmutig meine Tasche, mein Handy, meinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich werde beim Duden-Verlag anregen müssen, daß man meinen Namen als Antonym zu dem Wort &#8220;clever&#8221; in&#8217;s Lexikon aufnimmt.</p>
<p>Den ganzen morgen habe ich es vor mir hergeschoben: einkaufen gehen. Als ich mich um kurz nach 13 Uhr (3 Stunden später als geplant) dann endlich dazu aufraffen konnte packte ich missmutig meine Tasche, mein Handy, meinen Schlüssel, meinen iPod und meine Hosenklammer und radelte zum Lidl. Ich bummelte gemütlich durch die Reihen (nur kein Streß), während ich mir überlegte was ich eigentlich essen will (Einkaufslisten mag ich nicht). Ich nahm soviel, wie in meiner Tasche Platz war und stellte mich an die Kasse. Als mein Vordermann dran war seine Einkäufe zu zahlen, fiel mir ein nicht unwesentliches Detail auf:</p>
<p>Er hatte Geld.</p>
<p>Und ich nicht.</p>
<p>Ich hatte es fertiggebracht mein Handy und meinen iPod noch mit einzupacken, den Geldbeutel aber friedlich auf dem Sideboard im Flur liegen zu lassen. Die Beichte bei der Kassiererin war dann nur noch Formsache. Ich packte meinen ganzen Kram in eine Tüte, ließ diese stehen und radelte noch mal zurück.</p>
<p>Das eigentlich Schlimme an der Sache: Meine Freunde würden das als durchaus typisch bezeichnen&#8230;</p>
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