Mai 29, 2008 at 06:11 · Filed under Befindlichkeiten
So oder ähnlich zumindest. Im Sommer bin ich permanent unterwegs. Ich habe eine gute Zeit, aber keine davon zu berichten. Habe mich zum Zwitschern bekehren lassen und bekomme deshalb zweiwöchentlich wider besseren Wissens (Twitter ist nunmal keine Hölderlinverssammlung) eine Banalitätenkrise.
Fliege nun zwei Wochen nach Japan. Eindrücke sammeln, runterkommen. Auf daß sich ein alles-prima-hier-in-Stuttgart-Gefühl einstellt. Und ansonsten gilt: Im Westen nichts Neues.
Mai 9, 2008 at 08:30 · Filed under Menschen
Als mich meine Quartalsfreundin anrief, sie habe uns – mein Einverständnis vorausgesetzt – Karten für eine Lesung mit Charlotte Roche besorgt, wollte ich mich einfach mal überraschen lassen. Ich wußte, daß die Frau eine Sendung namens Fast Forward moderiert und sich in Protest übend eine Zeitlang die Achselhöhlen nicht rasiert hatte – und natürlich wußte ich, daß sie unlängst ein Schweinkram-Buch mit dem Titel “Feuchtgebiete” geschrieben hat.
Über das Buch wurde ja schon viel gesagt – es ist vor allem pfui und bäh, ansonsten ein bisschen zu gewollt krude und deshalb nicht weiter der Rede wert. Aber Charlotte, die ist ein lecker Mädschn. Sie klimpert einen aus großen dunklen Augen an, geht wie die Unschuld und wirkt auch dann noch zuckersüß, wenn sie Dinge sagt, für die man ihr den Mund mit Seife auswaschen sollte. So bekommt man als Frau mehr als einen Grund geliefert, seine sexuelle Orientierung noch mal zu überdenken.
Nach der insgesamt sehr amüsanten Lesung taperte ich schon Richtung Ausgang, als meine Freundin (deren sexuelle Orientierung im übrigen von vorneherein zu Charlottes Gunsten ausfiel), mich zum Signier-Tisch zerrte und mir abnötigte für ein meet & greet mit good Charlotte anzustehen.
Damit endete der Abend im Fan-Vollprogramm: Widmung, Signatur und Photo mit der Grinsekatze.
Schön war’s.