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Dieb wider Willen

Am Mittwoch habe ich etwas geklaut.

Vorgestern Abend, kurz vor 20:00 Uhr nötigte mir eine Freundin noch einen Besuch in einem Laden ab, dessen Namen ich an dieser Stelle lieber nicht erwähne. Wir schlenderten so durch die Reihen, ich plapperte ein wenig belangloses Zeug, immer die Uhr im Auge behaltend, die unserem Besuch in diesem Ramschladen sehr bald ein jähes Ende bereiten würde.

Meine Freundin wühlte sich derweil durch einen Stand mit Weihnachtsdeko (Oh Gott, WEIHNACHTSDEKO?!), ging dann über zu einem Korb voller Haarreife, drückte mir ein besonders geschmackloses Exemplar in die Hand und sagte “Zieh mal auf!”. Ich, gute Miene zum bösen Spiel machend, setzte den Haarreif auf. Ein ironisches “Oh, das sieht ja süß aus!” später wandte sie sich wieder der W***deko und ich mich dem Zeiger meiner Uhr zu. Sie fand was sie wollte, zahlte, und wir verließen das Geschäft.

Fünf Minuten später – wir waren über alle Berge – griff ich mir in’s Haar, um mir den Pony aus dem Gesicht zu streichen (to do: zum Friseur gehen), als ich bemerkte, daß ich den Haarreif noch trug. Ups.

Haarreif - Corpus Delicti
Der Das “wunderschöne” Corpus Delicti

11 Kommentare »

  Henning wrote @ Oktober 12th, 2007 at 12:09

Ich kenn so nen Fall mit Kinderschuhen. Ist aber schon etwa 15 Jahre her.

  hans wrote @ Oktober 12th, 2007 at 12:54

tres chic…und so zeitlos… ;-)
geld hätte ich da sowieso nicht für ausgegeben…

  Zuckerbäckerin wrote @ Oktober 13th, 2007 at 10:57

Henning: Na ich hoffe es war nicht ein Tante-Emma-Laden, den ihr da beraubt habt!

hans: Ich auch nüch. Jetzt wurmt mich nur ein bisschen, daß ich nicht versehentlich nen superteuren 500-Euro-Haarreif geklaut habe (ich bin mir sicher, so etwas gibt’s!), sondern das 1,95 EUR Auslaufmodell ;-)

  Jenny wrote @ Oktober 13th, 2007 at 14:44

Ups.

Und den Pony sollte ich mir auch mal wieder schneiden lassen. Der hat gerade so eine Länge, da kann man nichts mehr damit anfangen.

  niels | zeineku.de wrote @ Oktober 13th, 2007 at 15:39

Hübsch.

Und Diebstahl ist das nicht. Es fehlt am Vorsatz.

  Henning wrote @ Oktober 13th, 2007 at 16:51

@Zuckerbäckerin
Wer sagt, dass ich daran beteiligt war? :-)
Der Tatort war aber ein größeres Kaufhaus, meine ich.

  David wrote @ Oktober 13th, 2007 at 18:06

Tolle Idee, schon länger her, aber passend:
“Backwardrobbing”
Man bringt irgend etwas in einen Laden und läßt es dann dort; am besten mit Dingen, wie z.B. diesem wunderbaren Haarreif durchzuführen. Bevorzugt Dinge auswählen, welche im jeweiligen Geschäft völlig fehl am Platze sind.
Wahlweise kann man den Gegenstand auch mit einem Phantasiepreisschildchen versehen.

  Matthias wrote @ Oktober 13th, 2007 at 18:40

Quark, verehrte Zuckerbäckerin, der schaut doch gut aus.

Es heißt übrigens das Corpus Delicti.

  Zuckerbäckerin wrote @ Oktober 16th, 2007 at 09:13

Ich habe den Haarreif einer Prostituierten geschenkt. Sie fand ihn ganz toll. Und jetzt fühl’ ich mich wie ein Wohlfahrtsverband ;-)

  frozen wrote @ Oktober 16th, 2007 at 10:27

So schlimm sieht da nun auch wieder nicht aus. Vielleicht müssten die Haare etwas kürzer sein dazu :)

  Henning wrote @ Oktober 16th, 2007 at 10:50

Und jetzt fühl’ ich mich wie Wohlfahrtsverband ;-)

So lange bis bei ihr das Sondereinsatzkommando die Tür auftritt. ;-)

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